NS Widerstand In Fürstenwalde

Widerstand gegen das Naziregime

Nicht nur durch Kommunisten

Dr. Thomas Vogel schreibt für die Bundeszentrale für politische Bildung:

„Das Bild vom Widerstand Deutscher gegen Hitler und sein Regime während des Krieges ist vielfältig. Einige tausend Menschen boten dem Regime mutig die Stirn. In der deutschen Bevölkerung bildeten sie freilich eine verschwindende Minderheit.

Nach Hitlers Machtübernahme 1933 gelang es den Nationalsozialisten mit brutalen Methoden sehr bald, die politischen Gegner in Deutschland "auszuschalten". Andersdenkende wurden auf verschiedene Weise mundtot gemacht. Gleichzeitig bescherten Erfolge in der Wirtschafts- und Außenpolitik dem NS-Regime breiten Rückhalt in der deutschen Bevölkerung. Auch die konservativen Eliten sahen im Nationalsozialismus eher einen Bundesgenossen im Kampf gegen Sozialismus und Kommunismus. Die Gewalttätigkeit des Regimes, die staatliche Verfolgung der deutschen Juden der anderen Minderheiten sowie die Drangsalierung der christlichen Kirchen erregten deshalb selten offenen Widerspruch.“ (bpb.de)

Das ist aber nicht der Grund dafür, dass es für diese Menschen nur sehr wenige Stolpersteine gibt. Der Grund liegt zumindest auf dem Gebiet der ehemaligen DDR darin, dass diesem Thema dort sehr breiter Raum eingeräumt wurde und die Namen dieser Widerständler durch Straßennamen, Plätze, Stelen und Gedenktafeln in der Öffentlichkeit viel präsenter waren und sind als die Namen der Opfer von T4 und Holocaust.

Albert Genz, Sozialdemokrat

Starb 1938 an den Folgen einer „Schutzhaft“ in Sonnenburg und späterer Zwangsarbeit in der

Hofkolonne der Fa. Pintsch

Er erkrankte und medizinische Hilfe wurde ihm verweigert

Ihre Namen

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Der Widerstand in Fürstenwalde


Neben den bekannten Namen, wie Karl Cheret,  Ottomar Geschke, Ehrenfried Jopp, und dem nicht ganz unumstrittenen Max Behnke als Fürstenwalder, gab es auch weniger bekannte Widerständler mit Bezug zu Fürstenwalde.

Dreien davon wurden in der Stadt Stolpersteine gewidmet.

- Albert Genz

- Richard Soland

- Richard Weißensteiner

Zu Karl Cheret findet man in verschiedenen Quellen immer wieder die Aussage, dass er bei Auseinandersetzungen mit der Reichswehr erschossen wurde, was allerdings nicht korrekt ist. Karl Cheret wurde bei einem Gerangel, an dem er nicht beteiligt war, von einem versehentlich abgegebenen Schuss zufällig getroffen - also nicht bewusst erschossen.

Max Behnke wurde zwar von den Nazis erschossen, hatte aber zuvor aus Rache für den Mord an Ehrenfried Jopp den Anhänger des Stahlhelmbundes Rüdiger von Massow hinterrücks erstochen.

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